31. Dezember 1980

Übungen und Spiele

Hier soll so langsam eine Sammlung entstehen. Vor allem für die Donnerstags-Gruppe könnt Ihr hier Euer Programm zusammenstellen. Aber auch für den Montag. Vielleicht mögt Ihr auch Kommentare zu den Spielen dazuschreiben: wie findet Ihr das jeweilige Spiel ...

Es gibt bei den Übungen Unterkategorien:
Übungen_A sind für Anfänger gut geeignet
Übungen_M sind eher etwas für Fortgeschrittene
Übungen_X sind Übungen, die nicht direkt etwas mit Impro zu tun haben
(z.B. Atem- und Stimmübungen)

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15. Dezember 1980

0 - 1 - 2 - 3 - 4

Diese Übung trainiert den klassischen Aufbau einer Szene. Mit diesem Grundgerüst erhalten gerade Impro-Anfänger ein "Kletterseil" an dem sie sich entlanghangeln können. Aber auch für erfahrenere Spieler ist sie immer wieder sinnvoll.

3 Spieler

0 - A geht auf die Bühne und etabliert pantomimisch eine Situation / einen Raum

1 - B kommt dazu, akzeptiert die Situation und etabliert mit genau einem Satz eine Beziehung

2 - A akzeptiert das und schafft mit genau einem Satz ein Problem

3 - B schafft mit einem Satz eine Problemsteigerung

4 - C kommt dazu und liefert mit einem Satz die Lösung


Wichtig ist, nicht schon bei (1) ein Riesenproblem zu etablieren. Die Reduktion auf genau einen Satz fördert die Spontaneität - also keine "Monologe" zulassen. Die Lösung muss (gerade bei Anfängern) nicht sonderlich witzig sein, sollte aber das Problem wirklich beseitigen.

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13. Dezember 1980

Advance - Expand

In der Erzählkunst gibt es die Begriffe Advance und Extend. Diese bezeichnen die zwei Dimensionen (Richtungen), in der eine Geschichte erzählt wird.
"Advance": Vorwärts, die Handlung geht weiter.
"Expand": In die Breite: die Handlung bleibt an der aktuellen Stelle stehen und es wird der aktuelle Moment/Ort/Gegenstand in all seinen Facetten beschrieben. Auch Gedanken und Gefühle gehören hierzu. Der Zuhörer bekommt dadurch ein detailliertes Bild vor dem geistigen Auge.
Jede Geschichte stellt immer eine Mischung dieser beiden Erzählrichtungen dar. Folgende Übung ist nützlich, um sich die Begriffe Advance und Extend einzuprägen und den Wechsel zwischen diesen beiden Richtungen bewusst zu machen:
Die Übung ist für 3 Personen. A und B erzählen gemeinsam eine Geschichte, wobei A nur in die Advance- und B nur in die Extend-Richtung erzählt. Der dritte Spieler C zeigt mit ausgestrecktem Arm immer auf denjenigen von A und B, der im Moment dran ist (Wechsel jederzeit möglich). Es soll darauf geachtet werden, dass A wirklich nur Advance- und B nur Extend-Sätze sagt (manchmal ganz schön schwierig!).
Wenn die Geschichte fertig ist, wird im Rotationsprinzip gewechselt.

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11. Dezember 1980

Akzeptieren im Kreis

Alle stehen im Kreis. Einer beginnt und macht eine kleine Geste, möglicherweise mit einem Geräusch verbunden. Der Nachbar versucht, genau das gleiche zu machen. Die Geste geht im ganzen Kreis herum. Obwohl man erwartet, dass sich die Geste und das Geräusch nicht verändern, so werden sie es dennoch tun.

Beobachtet Bewegungen, die sich plötzlich wandeln, z.B. rechter/linker Arm, Fuß ... Dies ist nicht beabsichtigt, aber es kommt eben vor. Wenn es passiert, sollte es vom nächsten Mitspieler akzeptiert werden.
Achtet auch auf kleine Seufzer und Grunzer, welche Mitspieler machen, bevor oder nachdem sie an der Reihe sind. Auch diese sollten vom nächsten Mitspieler übernommen werden.

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9. Dezember 1980

Ali Baba und die 40 Räuber

Bei dieser Konzentrationsübung bilden die Spieler einen Kreis.

Wir erzeugen einen gemeinsamen Rhythmus, indem wir alle im Chor gleichmäßig immer wieder sagen: „Ali Baba und die 40 Räuber“. Haben wir den gemeinsamen Rhythmus gefunden, fängt Person A an - während gerade „Ali Baba...“ gesagt wird - ein Mal eine einfache Bewegung/Geste zu machen. Beim nächsten „Ali Baba“ wiederholt nun Nachbar B diese Bewegung. Währenddessen macht A eine neue Bewegung, die nun B, während er die erste macht, beobachten und sich merken muss, weil er beim nächsten „Ali Baba“ auch diese wiederholen muss. Das setzt sich reihum so fort, das heißt am Schluss wiederholt jeder im Kreis kontinuierlich die Bewegung seines Nachbarn vom vorigen „Ali Baba“. Erst wenn sich der Kreis „geschlossen“ hat, macht A keine neue Bewegung mehr, sondern muss genau so wie die anderen die Bewegung seines Nachbarn wiederholen.

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7. Dezember 1980

Am laufenden Band

2 Spieler stehen sich gegenüber.
Spieler A zählt 30 Sekunden lang Begriffe auf, die ihm einfallen (i.d.R. ergibt sich eine assoziative Kette). Anschließend zählt Spieler B 30 Sekunden lang die Begriffe auf, an die er sich erinnert. Fallen ihm keine Begriffe mehr ein, wiederholt er den letzgenannten so lange, bis ihm etwas einfällt. (i.d.R. kommt nach der 5. oder 6. Wiederholung eines Begriffes dann doch plötzlich noch ein „neuer“ Begriff zum Vorschein)

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5. Dezember 1980

Assoziation Substantiv Adjektiv

Zwei stehen sich gegenüber, die anderen stellen sich in zwei gleich langen Schlangen an. Der erste nennt ein Substantiv und stellt sich hinten an der anderen Schlange an. Der zweite assoziiert zum Substantiv eine Eigenschaft und stellt sich an der ersten Gruppe an. Der nächste aus der ersten Gruppe assoziiert wiederum ein Substantiv zur genannten Eigenschaft usw. Jeder assoziiert somit abwechselnd ein Substantiv und ein Adjektiv. Ist der Ablauf klar, kann das Tempo erhöht werden.

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3. Dezember 1980

Assoziationskreis

Alle Spieler bilden einen Kreis. Einer im Kreis sagt ein Wort und zeigt dabei auf einen anderen Spieler. Dieser assoziiert zu diesem Begriff ein neues Wort. Dabei ist es nicht von Bedeutung möglichst originelle Assoziationen zu haben, auch die Wiederholung von bereits genannten Begrifen ist natürlich erlaubt. Wichtig ist das finden eines gemeinsamen Rhythmus und das Entstehen eines gewissen Flusses von Begrifflichkeiten.

Man wird sehen, daß es mit einer gewissen Geschwindigkeit leichter fällt zu assoziieren, da das Nachdenken erschwert wird.

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1. Dezember 1980

Assoziationsrunde

Alle laufen durch den Raum bis einer mit einem lauten Tritt auf den Boden stehen bleibt und auf einen Spieler zeigt.
Dann bleiben alle stehen. Derjenige, welcher zuerst stehen geblieben ist, nennt demjenigen, auf den er zeigt ein x-beliebiges Wort. Dieser assoziiert etwas mit diesem Wort und zeigt auf einen weiteren Spieler.

Das geht solange, bis einer stockt. Dann laufen alle weiter und ein anderer bleibt stehen.

Die Assoziationen sollten möglichst schnell geschehen.
Es ist darauf zu achten, dass man wirklich auf das letztgenannte Wort assoziiert und nicht auf eins, was drei Stationen vorher gefallen ist.

z.B. Kaffee - Bohne - Erbse - Prinzessin - Märchen - Buch - Seite...

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